Komorowo
Eingeschossiges Haus in Komorowo aus Fertigteilwänden
Eingeschossiges Fertigteilhaus mit langgestrecktem Grundriss, ausgeführt mit dem Handelspartner Expobud. Die Außenwände mit in der Form ausgesparten Öffnungen und die tragenden Innenwände wurden unmittelbar auf die vorbereitete Fundamentplatte gestellt. Der gesamte Baukörper schloss sich an einem Montagetag.
Der Satz vom sauberen Platz — ohne Schalungen und Mörtel — berührt etwas, worüber bei der Kalkulation eines Hauses niemand spricht und was am Ende in den Rechnungen auftaucht. Der Nassbau produziert über die gesamte Dauer Abfall: Mörtelsäcke, Reste ungenutzten Betons, zugeschnittene Steine, Schalbretter nach wenigen Einsätzen, Folien und Paletten. All das muss irgendwo gelagert und dann abgefahren werden — in Containern, auf Kosten des Bauherrn, meist mehrmals im Verlauf der Bauzeit.

- Nutzung:
- Einfamilienhäuser
- Standort:
- Komorowo

Leistungsumfang
Bei der Fertigteilmontage entsteht auf dem Platz praktisch kein Abfall, weil dort auch das Material selbst nicht entsteht. Das Zuschneiden erfolgte im Werk, die Form ist mehrfach verwendbar, und Reste der Mischung gehen zurück in die Produktion, statt auf der Baustelle zu erstarren. Auf dem Grundstück bleiben Montagemittel und Transportverpackungen.
Das hat eine zweite, weniger offensichtliche Seite. Im Werk erzeugter Abfall ist Abfall an einem Ort, wo er sich bewirtschaften lässt — sortieren, brechen, in den Kreislauf zurückführen — während dasselbe Material, verteilt auf einige hundert Baustellen, größtenteils auf der Deponie landet. Das ist einer der Gründe, warum der Umweltfußabdruck eines Fertigteils anders zu rechnen ist als die Summe der Materialien, aus denen es entstanden ist.
Ein sauberer Platz hat noch eine Dimension, über die seltener gesprochen wird. Die meisten Unfälle auf Baustellen sind Stolpern, Stürze und Anstoßen an Material oder Gerät, das im Arbeitsbereich herumliegt — und eine Montage ohne Schalungen, Paletten und Mörtelbehälter hat schlicht nichts, womit sie den Weg verstellen könnte. Bei einem einzigen Montagetag ist zudem die Zahl der Personen und Maschinen auf dem Grundstück die kleinstmögliche.
Die Wände wurden bis zur Ausführung der Verbindungen mit Schrägstützen abgestützt.
Es lohnt sich zu ergänzen, worauf diese Konstruktion beruht. Die Wände bestehen aus Leichtbeton — einem leichten, aber wie jeder Beton nicht brennbaren Material. Mehrschichtige Wände daraus erreichen einen Feuerwiderstand im Bereich R60–R240 und einen Raumabschluss EI30–EI60, und sämtliche Elemente sind vom Zertifikat 0761-CPR-1152 erfasst, ausgestellt durch IBMB MPA TU Braunschweig. Die Leichtigkeit wird hier nicht mit Sicherheit erkauft.
Leistungsumfang: tragende Außen- und Innenwände aus Leichtbeton, Transport sowie Montage auf der Baustelle.



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