Filigrandecke Verbundplatten für Decken

Filigrandecke Verbundplatten für Decken

Dünnwandige Fertigplatten — in Normen und Leistungsverzeichnissen Elementdecke genannt —, die zugleich als Schalung und untere Bewehrung der Decke dienen. Breite bis 2,50 m, Länge bis 12 m, Untersicht fertig für Dünnschichtputz oder Tapete.
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Einsatzbereich

Eine Decke, die mit fertiger Bewehrung ankommt

Die Filigrandecke ist eine Verbunddecke: Die dünne Fertigplatte von über 5 cm Dicke kommt mit fertiger unterer Bewehrung und Gitterträgern auf die Baustelle, übernimmt dort die Funktion der verlorenen Schalung, und die Aufbetonschicht wird vor Ort ergänzt. Die Platte ist bis zu 2,50 m breit und bis zu 12 m lang, die fertige Decke 14–40 cm dick, der Beton bis C35/45. Bei 5 cm Plattendicke wiegt das Element rund 125 kg/m², die Auflagertiefe auf der Wand beträgt 20 mm.

Jede Decke zeichnen und bemessen wir individuell in unserem eigenen Planungsbüro, nach der Projektspezifikation und den statischen Anforderungen. Elemente der Deckeninstallation — Lichtauslässe, Lautsprecher, Lüftungs- und Kabelauslässe — integrieren wir bereits im Werk in die Platte, samt Leerkanälen oder der Vorbereitung für die spätere Montage. Alle Einbauteile erfassen wir in der technischen Dokumentation und berücksichtigen sie, wo nötig, statisch.

Das Kollisionsmonitoring erkennt Konflikte zwischen den Gewerken vor der Produktion — und nicht erst auf der Baustelle. Das computergesteuerte Einlegen der Installationsteile in die Schalung sichert eine exakte Positionierung.

In Normen, Leistungsverzeichnissen und bei Tragwerksplanern heißt dieses Bauteil Elementdecke; in Anfragen erscheint es auch als Stahlbetondecke, fertige Betondecke oder Betonfertigdecke. Filigrandecke ist der eingebürgerte Name der Technologie, bei der sich die Fertigplatte mit dem auf der Baustelle eingebrachten Aufbeton verbindet — wir bauen Gitterträger von FILIGRAN ein, die über eine deutsche bauaufsichtliche Zulassung verfügen.

Visualisierung einer Filigran-Deckenplatte mit überstehenden Gitterträgern
Filigranplatte mit Gitterträgern — auf der Baustelle dient sie als Schalung und untere Deckenbewehrung.
Glatte Untersicht einer montierten Filigrandecke, fertig für den Dünnschichtputz
Die Untersicht nach der Montage — glatt, fertig für Dünnschichtputz oder Tapete.
Technische Daten

Kennwerte der Elementdecke (Filigrandecke)

Die Deckenelemente sind von der Leistungserklärung 03/26 erfasst und werden unter Aufsicht der werkseigenen Produktionskontrolle gefertigt.

Leistungserklärung 03/26 · Werkseigene Produktionskontrolle

Elementbreite
≤ 2,50 m
Plattenlänge
< 12 m
Dicke des Fertigteils
> 5 cm
Gesamtdeckenstärke
14–40 cm
Elementgewicht
Ca. 125 kg/m² bei 5 cm Dicke
Betonklasse
Bis C35/45
Untersicht
Glatt, für Dünnschichtputz oder Tapete
Auflager der Platte auf der Wand
20 mm
  • Deckeninstallationen und Kanäle können bereits in der Produktion in die Platte integriert werden.
  • Lösungen mit tragenden Wärmedämmelementen vom Typ Isokorb an Balkonen und Kragplatten sind möglich.
  • Eine Bewehrungsmatte in der Fuge ist nicht erforderlich, wenn die Stöße der Fertigteile mit zusätzlicher unterer Bewehrung versehen sind.
  • Die Platten fertigen wir aus Normalbeton; für die Wände desselben Gebäudes wählen wir oft den leichteren Blähtonbeton.
Leistungserklärung herunterladenLeistungserklärung 03/26 — Deckenelemente · PDF
Aufbau des Bauteils

Querschnitt und Schichten der Filigrandecke

Die Filigrandecke besteht aus zwei Schichten, die an unterschiedlichen Orten entstehen. Die untere ist eine vorgefertigte Platte von mehr als 5 cm Dicke mit einbetonierter unterer Bewehrung und herausragenden Gitterträgern. Die obere ist der bauseitige Aufbeton, der den Raum zwischen den Gitterträgern füllt und sich mit der Platte zu einem tragenden Querschnitt verbindet.

Der Gitterträger erfüllt hier zwei Aufgaben zugleich. Er überträgt die Schubkräfte zwischen Fertigteil und Aufbeton, sodass beide Schichten als ein Bauteil wirken, und versteift gleichzeitig die dünne Platte für Transport und Montage.

Die Unterseite ist schalungsglatt und bildet nach der Montage die fertige Decke — bereit für Dünnputz oder Tapete, ohne Ausgleichsputz. Genau darin unterscheidet sich die Filigrandecke von der Ortbetondecke, bei der die Untersicht nach dem Ausschalen ausgeglichen werden muss.

Da der volle Querschnitt erst nach dem Erhärten des Aufbetons entsteht, braucht die Platte bis zum Verbund eine Montageunterstützung. Die Massivdecke hat diese Anforderung nicht — den Vergleich beider Technologien finden Sie im Abschnitt oben.

Dicke des Fertigteils
> 5 cm
Gesamtdicke der Decke
14–40 cm
Untere Bewehrung
Im Fertigteil einbetoniert
Verbund der Schichten
Gitterträger zur Schubkraftübertragung
Untere Oberfläche
Glatt, für Dünnputz oder Tapete
Montageunterstützung
Bis zum Verbund erforderlich
Querschnitt einer Filigrandeckenplatte mit sichtbaren, über das Fertigteil hinausragenden Gitterträgern
Die über die Platte hinausragenden Gitterträger verbinden das Fertigteil mit dem bauseitigen Aufbeton.
Geometrie

Abmessungen, Dicken und Gewicht der Platte

Die Elementbreite beträgt bis zu 2,50 m, die Länge bis zu 12 m. Die Obergrenze setzt nicht die Technologie, sondern der Transport — ein Großraumtransport ist möglich, ändert aber die Lieferkosten und erfordert eine Streckenabstimmung, deshalb planen wir die Aufteilung des Grundrisses gemeinsam mit dem Transportprofil.

Die Fertigteildicke beginnt oberhalb von 5 cm, die Gesamtdicke der Decke liegt zwischen 14 und 40 cm. Über den konkreten Wert entscheiden Spannweite, statisches System und Nutzlast — wir legen ihn in der Berechnung für die jeweilige Decke fest, nicht nach Katalog.

Bei einer Fertigteildicke von 5 cm wiegt die Platte etwa 125 kg/m². Diese Zahl wirkt sich unmittelbar auf die Kranwahl und auf die Stückzahl je Fahrzeug aus, deshalb nennen wir sie ausdrücklich.

Installationsöffnungen, Durchführungen und Nischen fertigen wir in der Form. Voraussetzung ist ihre Eintragung in den Unterlagen vor der Produktion — Bohren in der fertigen Platte verletzt die untere Bewehrung, die hier die tragende Hauptbewehrung ist.

Elementbreite
≤ 2,50 m
Plattenlänge
< 12 m
Dicke des Fertigteils
> 5 cm
Gesamtdicke der Decke
14–40 cm
Gewicht bei 5 cm Dicke
Ca. 125 kg/m²
Betonklasse
Bis C35/45
Montage

Auflager auf der Wand und Ablauf der Montage

Das Standardauflager der Platte auf der Wand beträgt 20 mm. Der Wert ist gering, weil die Decke am Ende als Verbundbauteil wirkt — die endgültige Verbindung mit der Konstruktion entsteht nach dem Verlegen der oberen Bewehrung und dem Einbringen des Aufbetons.

Die Reihenfolge der Arbeiten ist fest: Montagestützen stellen, Platten verlegen, obere Bewehrung und Stützbewehrung verlegen, zuletzt den Aufbeton einbringen. Die Stützen werden erst entfernt, wenn der Aufbeton die geforderte Festigkeit erreicht hat.

Auflagerausbildung, Stützbewehrung und die Anschlüsse an die übrigen Bauteile legen wir in der Werkplanung fest. Jede Decke wird bei uns einzeln gezeichnet und gerechnet, sodass sich das Auflagerdetail aus dem statischen System des jeweiligen Grundrisses ergibt und nicht aus einer Standardlösung.

Fertigungstoleranzen der Platte und die Regeln ihrer Abnahme beschreibt eine eigene Seite — die Abweichungen für Deckenplatten in Verbundsystemen ergeben sich aus EN 13747.

Auflager auf der Wand
20 mm
Montagestützen
Bis der Aufbeton die Festigkeit erreicht
Obere und Stützbewehrung
Bauseits verlegt
Bezugsnorm
EN 13747
Leistungserklärung
LE 03/26
Montierte Filigrandecke von unten — glatte Fläche mit sichtbaren Plattenfugen
Decke nach dem Entfernen der Stützen. Die Untersicht ist bereit für Dünnputz.
Bemessung

Spannweiten, Lasten und Deckendicke

Die Bewehrungstabelle auf dieser Seite deckt Plattenspannweiten von 2 bis 8 m bei Nutzlasten von 1 bis 9 kN/m² ab. In diesem Bereich arbeitet die Filigrandecke im Wohnungs-, Büro- und Industriebau; größere Felder werden in mehrere Platten mit Fugenbewehrung geteilt.

Die Gesamtdicke wird nicht aus dem Katalog abgelesen. Ob die Decke 18, 22 oder 30 cm dick wird, bestimmen Spannweite, Nutzlast, Lage der dauerhaften Auflager und die zulässige Durchbiegung zugleich. Wir berechnen das für jeden Grundriss im eigenen Planungsbüro und geben es in der Werkplanung zusammen mit dem Abstand der Montagestützen an.

Für die häufigsten Wohnsituationen, also Spannweiten von 4,5–6 m bei 2–3 kN/m², liegt die geschätzte Gesamtbewehrung nach Tabelle bei 18–22 kg je Platte, davon 6–7 kg bereits im Fertigteil. Der Rest ist obere Bewehrung, Auflagerbewehrung und Ringanker, die vor dem Aufbeton auf der Baustelle verlegt werden.

Die Filigrandecke passt nicht zu jeder Situation. Sie braucht Kranzugang, Platz für Montagestützen und eine Nassphase im Bauablauf. Bei Grundrissen mit vielen kleinen, unregelmäßigen Feldern schrumpft der Vorteil der Vorfertigung; dann lohnt sich die Massivdecke, die nach dem Verlegen keine Stützen braucht.

Spannweiten in der Tabelle
2–8 m
Nutzlasten
1–9 kN/m²
Gesamtdicke der Decke
14–40 cm, aus der Berechnung
Typisches Wohnfeld
4,5–6 m bei 2–3 kN/m²
Bewehrung im Fertigteil
6–7 kg von 18–22 kg gesamt
Größere Felder
Teilung in Platten, Fugenbewehrung
Hersteller

Hersteller von Filigrandecken: Lieferung nach Deutschland und Polen

Wir sind Hersteller, kein Händler: Filigranplatten planen, fertigen und liefern wir aus einem Werk in Międzyrzecz in der Woiwodschaft Lebus, rund hundert Kilometer von der deutschen Grenze. Jede Decke entsteht als Modell in Tekla Structures, aus dem Werkpläne der Platten, Verlegeplan und Bewehrungslisten hervorgehen.

Wir liefern in ganz Polen sowie nach Deutschland, Tschechien, in die Slowakei, nach Dänemark und Schweden, im Umkreis von knapp 1000 km um das Werk, mit festen externen Spediteuren. Täglich verlassen zwanzig bis fünfzig Sattelzüge das Werk, je nach Zahl der Baustellen in der Montagephase.

Eine Platte von bis zu 12 m Länge erfordert einen Schwertransport, der im Angebot als eigene Position neben Fertigung und Montage steht. Die Platten fahren in Verlegereihenfolge, nach Plan nummeriert, und gehen vom Auflieger direkt auf die Montagestützen; das Zwischenlagern einer dünnen Platte bedeutet ein zusätzliches Heben und Rissgefahr.

Nach unseren Vertragsbedingungen werden die Liefervorgaben drei Wochen vor dem Termin abgestimmt, das Entladen dauert bis zu zwei Stunden ab Einfahrt auf die Baustelle. Ein Angebot erstellen wir aus Grundrissen und Schnitten meist innerhalb einer Woche; Änderungen an der Plattenteilung sind bis zur Freigabe der Werkplanung möglich.

Werk
Międzyrzecz, Woiwodschaft Lebus
Liefergebiet
Polen, DE, CZ, SK, DK, SE — ca. 1000 km
Transport
Feste externe Spediteure, 20–50 Züge täglich
Platten bis 12 m
Schwertransport
Liefervorgaben
3 Wochen vor dem Termin
Entladen
Bis 2 Stunden ab Einfahrt
Varianten

Wo Filigrandecken eingesetzt werden

Verbundplatten bewähren sich überall dort, wo das Tempo und eine fertige Deckenuntersicht zählen.

Wohnungsbau

Die fertige Untersicht für den Dünnschichtputz verkürzt die Ausbauarbeiten.

Mehrgeschossige Gebäude

Platten bis 12 m Länge reduzieren die Zahl der Montagestützen.

Balkone und Kragplatten

Lösungen mit tragenden Wärmedämmelementen, die Wärmebrücken begrenzen.

Decken mit Installationen

Lichtauslässe, Kanäle und Durchführungen werkseitig eingebaut, mit Kollisionsprüfung vor der Produktion.

Preis

Wovon der Preis von Betonfertigteilen abhängt

Betonfertigteile werden nicht nach einer Preisliste pro Meter kalkuliert — jedes Element wird für ein konkretes Bauvorhaben geplant, und der Unterschied zwischen zwei Projekten mit derselben Fläche kann mehrere Dutzend Prozent betragen. Statt eines Einheitspreises nennen wir deshalb die Faktoren, die den Betrag im Angebot tatsächlich bestimmen.

Das Angebot erstellen wir im Schnitt innerhalb einer Woche nach Eingang der vollständigen Unterlagen: bemaßter Grundrisse, Schnitte und Ansichten sowie des Standorts mit Postleitzahl. Es umfasst Produktion, Transport und Montage — jede Position weisen wir separat aus, sodass sichtbar wird, wo sich Einsparpotenziale finden lassen.

Wiederholung der Elemente
Die größte Einzelvariable. Dasselbe Element in Serie ist deutlich günstiger als ein Einzelstück, weil sich Form und Arbeitsvorbereitung auf viele Betonagen verteilen. Ein Entwurf mit wenigen wiederkehrenden Typen kommt günstiger als einer mit Dutzenden Unikaten.
Betonklasse und Bewehrung
Eine höhere Klasse bedeutet mehr Zement, höhere Lasten bedeuten mehr Stahl. Eine Auslegung auf die tatsächlichen Lasten — statt mit Reserve — kann die Kosten senken, ohne der Konstruktion zu schaden.
Oberflächenausführung
Die schalglatte Oberfläche aus der Form ist Standard. Matrizenstruktur, Absäuern oder Sichtbeton der Kategorie BA2 oder BA3 erfordern zusätzliche Schalung und strengere Vorgaben — das zeigt sich im Preis.
Werkseitige Ausstattung
Einbetonierte Dosen, Leerrohre, Öffnungen und Konsolen erhöhen den Elementpreis, ersparen aber das Schlitzen und Setzen auf der Baustelle. Bei größeren Serien ist das meist günstiger als die Arbeit vor Ort.
Transport und Abmessungen
Der Preis hängt von der Entfernung und der Zahl der Fahrten ab. Elemente bis 3,85 × 9,00 m fahren im Standardzug; größere erfordern einen Schwertransport mit Begleitfahrzeug und Genehmigungen, was die Kalkulation deutlich verändert.
Termin und Saison
Die Produktion läuft parallel zu den Erdarbeiten, eine frühe Bestellung schafft also Spielraum im Terminplan. Erzwungene Termine und Lieferungen von heute auf morgen kosten immer mehr.
FAQ

Filigrandecken — Fragen

Die häufigsten Fragen von Bauherren und Bauunternehmen. Ihre ist nicht dabei? Schreiben Sie uns — wir antworten konkret.

Was ist eine Filigrandecke?
Die Filigrandecke ist eine dünne vorgefertigte Stahlbetonplatte mit Gitterträgerbewehrung, die auf der Baustelle mit einer Ortbetonschicht ergänzt wird. Das Fertigteil dient als verlorene Schalung und als untere Bewehrung; nach dem Erhärten des Aufbetons wirken beide Schichten als eine Verbunddecke.
Welche Nachteile hat die Filigrandecke?
Drei Punkte muss man einplanen. Der Aufbeton bleibt eine Nassarbeit auf der Baustelle — Betonieren, Nachbehandlung und Erhärtungszeit kommen hinzu, und im Winter kann die Temperatur den Terminplan verlängern. Die Platten brauchen Montageunterstützungen: Abstand und Dauer ergeben sich aus der Planung, in der Praxis stehen die Stützen etwa zwei Wochen, und die volle Festigkeit erreicht der Aufbeton nach 28 Tagen; so lange bleibt das darunterliegende Geschoss verstellt, und die Stützen werden schrittweise entfernt, nicht alle auf einmal. Falsch gesetzte Stützen führen schon während des Betonierens zu Durchbiegungen. Der dritte Punkt sind die Fugen: Die Längsstöße müssen bewehrt werden, sonst biegen sich benachbarte Platten gegeneinander durch, und es entsteht das sogenannte Klaviertastenphänomen — Risse an der Untersicht entlang der Stöße, die nach bloßem Verspachteln wiederkehren und mit Glasfaserband überklebt werden müssen. Die große Elementfläche der Filigrandecke verringert die Zahl der Stöße und damit das Risiko gegenüber Ziegeleinhängedecken, ersetzt die Fugenbewehrung aber nicht. Wenn diese Einschränkungen stören, ist die Massivdecke die Alternative — vollständig vorgefertigt und ohne Abstützung montiert.
Wie dick ist eine Filigrandecke?
Das Fertigteil selbst ist mehr als 5 cm stark, typisch 5–7 cm. Die Gesamtdicke der Decke nach dem Aufbeton beträgt 14–40 cm und ergibt sich aus Spannweite und Nutzlasten. Eine 5 cm starke Platte wiegt etwa 125 kg/m², was die Kranwahl bestimmt.Quelle: Formee — Technischer Katalog: Filigrandecken
Was kostet ein m² Filigrandecke?
Über den Quadratmeterpreis entscheiden Plattendicke, Betonklasse (bis C35/45), Menge und Art der Bewehrung, Anzahl der Öffnungen sowie der Umfang der in der Form einbetonierten Installationen. Zu den Kosten des Fertigteils kommen bauseits Aufbeton, Zulagebewehrung und Montageunterstützungen. Das Angebot erstellen wir auf Grundlage der Tragwerkspläne, in der Regel in etwa einer Woche.
Filigrandecke oder Hohlplattendecke — was ist besser?
Das hängt von der Spannweite und davon ab, wie frei der Grundriss sein soll. Die vorgespannte Hohlplattendecke überspannt größere Felder, kommt ohne Montageunterstützung aus und braucht kaum Aufbeton — sie ist im Geschossbau mit regelmäßigem Raster stark. Sie kommt allerdings in festen Elementbreiten, und größere Öffnungen oder unregelmäßige Grundrisse zwingen zu Auswechslungen. Die Filigrandecke passt sich jeder Form an, Öffnungen und Installationen lassen sich in der Form vorsehen, dafür bleiben Aufbeton und Abstützung auf der Baustelle. Bei einem Einfamilienhaus mit unregelmäßigem Grundriss gewinnt meist Filigran, bei wiederholbaren Geschossen mit großen Spannweiten die Hohlplatte.
Worin unterscheidet sich die Filigrandecke von einer Ortbetondecke?
Die Filigranplatte ist eine vorgefertigte untere Platte mit Gitterträgern, die als verlorene Schalung dient. Auf der Baustelle kommt nur der Aufbeton hinzu — das Einschalen entfällt, und der Großteil der Nassarbeiten verschwindet.
Welche Spannweiten erreicht die Filigrandecke?
Die Spannweite hängt von der Plattendicke, der Höhe der Gitterträger und den Nutzlasten ab. Im Wohnungsbau werden typische Felder ohne Zwischenstützen überspannt; bei größeren Spannweiten legen wir die Bewehrung individuell aus.Quelle: Formee — Technischer Katalog: Filigrandecken
Braucht die Filigrandecke eine Montageunterstützung?
Ja, bis zum Erhärten des Aufbetons stehen die Platten auf Montagestützen im Abstand nach den Projektvorgaben. Nach dem Erreichen der Festigkeit wirkt die Decke als Verbundbauteil.
Können Installationsdurchführungen gleich in der Platte vorgesehen werden?
Ja. Öffnungen und Dosen setzen wir auf Grundlage der Unterlagen in die Form, sodass die fertige Decke auf der Baustelle nicht mehr gestemmt werden muss.
Wohin liefern Sie Filigrandecken?
Auf Baustellen in ganz Polen sowie nach Deutschland, Tschechien, in die Slowakei, nach Dänemark und Schweden, im Umkreis von knapp 1000 km um das Werk in Międzyrzecz. Die Platten fahren mit festen externen Spediteuren in Verlegereihenfolge und gehen vom Auflieger direkt auf die Montagestützen. Platten, die länger als ein Standardauflieger sind, brauchen einen Schwertransport, den wir gesondert anbieten.
Wo kauft man Filigrandecken und wie läuft die Bestellung ab?
Direkt beim Hersteller. Für ein Angebot genügen bemaßte Grundrisse und Schnitte mit Lasten sowie der Standort der Baustelle; das Angebot erstellen wir meist innerhalb einer Woche. Nach der Bestellung entsteht die Werkplanung in Tekla Structures mit Plattenteilung, Verlegeplan und oberer Bewehrung; Änderungen sind bis zu ihrer Freigabe möglich. Fertigung und Lieferung folgen dem Montageplan, die Liefervorgaben stimmen wir drei Wochen vor dem Termin ab.
Details

Technische Zeichnungen

Schnitte und Anschlusspunkte im Maßstab — dieselben Zeichnungen wie im technischen Katalog. Die Nummern in der Zeichnung verweisen auf die Legende daneben.

Querschnitt mit Gitterträgern
Querschnitt mit Gitterträgern
  1. Gitterträger
  2. Betonschalplatte
Auflagervarianten
Auflagervarianten
  1. Längsstoß
  2. Längsauflager auf Fertigteilwand
  3. Ringankerbewehrung gemäß Bewehrungsplan
  4. U-Bügel gemäß Bewehrungsplan
  5. Bewehrungsmatte nicht erforderlich, wenn die Fertigteilstöße mit zusätzlicher unterer Bewehrung ausgeführt sind.
  6. 20 mm Plattenauflager auf der Wand
  7. Zwischenauflager auf der Wand
  8. Längsauflager auf Fertigteilbalken
  9. Gemäß Bewehrungsplan
  10. Bewehrungsmatte zur Verstärkung des Stoßes
  11. Stützbewehrung gemäß Bewehrungsplan
Ringanker und Wandauflager
Ringanker und Wandauflager
  1. Ringankerbewehrung gemäß Bewehrungsplan
  2. U-Bügel gemäß Bewehrungsplan
  3. Gemäß Bewehrungsplan
  4. 20 mm Plattenauflager auf der Wand
  5. Stützbewehrung gemäß Bewehrungsplan
Unterlagen

Unterlagen zu diesem Produkt

Technischer Katalog, Montageanleitung, Leistungserklärung und WPK-Zertifikat — was in Planung und Abnahme gebraucht wird.

  • Technischer Katalog — Filigrandecken

    Verbunddecken: Breite ≤ 2,50 m, Länge < 12 m, Fertigteildicke > 5 cm und Gesamtdicke 14–40 cm, Beton bis C35/45, Tabelle der geschätzten Bewehrung, Auflagerdetails sowie Lager- und Transportregeln.

    PDF · 4 Seiten · 0,3 MB

  • Montageanleitung für Elementdecken (Filigran)

    Neun Etappen der Montage von Verbunddecken: Transport und Lagerung, Montagestützen, Heben und Verlegen der Platten, Auflager, Stöße und Zulagebewehrung, Installationen und Kontrolle vor dem Betonieren, Ortbetonergänzung, Entlasten und Rückbau der Stützen sowie Finish, Öffnungen und Schlitze.

    PDF · 5 Seiten · 0,3 MB

  • Leistungserklärung 03/26 — Filigran- und 2K-Deckenelemente

    Verbunddeckenplatten vom Typ Filigran sowie zweiachsig gespannte Elemente, mit den erklärten konstruktiven Leistungswerten.

    PDF · 1 Seite · 0,5 MB

  • WPK-Zertifikat — Deckenplatten mit Ortbetonergänzung (EN 13747)

    Zertifikat der Konformität der werkseigenen Produktionskontrolle 0761-CPR-1150 für „Deckenplatten mit Ortbetonergänzung“, ausgestellt von der MPA Braunschweig (notifizierte Stelle 0761) im System 2+. Werk Międzyrzecz, gültig bis 28.09.2027.

    PDF · 1 Seite · 0,08 MB

  • WPK-Zertifikat — Deckenplatten mit Stegen (EN 13224)

    Zertifikat der Konformität der werkseigenen Produktionskontrolle 0761-CPR-1148 für „Deckenplatten mit Stegen“, ausgestellt von der MPA Braunschweig (notifizierte Stelle 0761) im System 2+. Werk Międzyrzecz, gültig bis 28.09.2027.

    PDF · 1 Seite · 0,08 MB

  • Richtlinien für Elektroinstallationen

    Einbetonierte Installationen in Elementen aus Normal- und Blähtonbeton: Einbau von Dosen und Leerrohren, Montage auf dem Schaltisch, Schlitze und Aussparungen für Verteiler, Ausführungstoleranzen, Formee-Standard (Kaiser-Dosen B², Rohre Ø 25 mm, typische Steckdosenhöhen) sowie der erforderliche Inhalt von Plan und Installationsschema.

    PDF · 14 Seiten · 2,4 MB

  • Produkttoleranzen

    Zulässige Maß- und Formabweichungen sowie Anforderungen an die Oberflächen von Fertigteilen, gegliedert nach Produktnormen: Wandelemente EN 14992, Rippendecken PN-EN 13224, stabförmige Elemente PN-EN 13225 und weitere. Grundlage für die Abnahme auf der Baustelle. Fassung 2026-02, Vertragsanlage, gültig ab 01.01.2026.

    PDF · 8 Seiten · 0,5 MB

  • Allgemeine Montagebedingungen (OWM)

    Umfang der Standardmontage und der Zusatzleistungen, Ausführungsbedingungen, Vorbereitung der Arbeitsfront, Vermessung, Untergrund und Montagewege, Unterbrechungen und Stillstände sowie Abnahmen. Fassung 2026-02, gültig ab 01.01.2026.

    PDF · 9 Seiten · 0,6 MB

  • NORDCERT-Zertifikat — Betonfertigteile (EN 13369)

    Zertifikat Nr. 2284 der Nordcert AB, Stockholm, für die werkseigene Produktionskontrolle von Betonfertigteilen der Gruppe B nach EN 13369:2018 mit ergänzenden schwedischen Anforderungen (Nordcert CB5). Berechtigt zur Verwendung des BBC-Zeichens. Werk Międzyrzecz, Kennung PO 24, gültig bis 31.12.2027. Dokument in englischer Sprache.

    PDF · 1 Seite · 0,6 MB

  • NORDCERT-Zertifikat — Transportbeton (EN 206)

    Zertifikat Nr. 7316 der Nordcert AB, Stockholm, für die Herstellung von Transportbeton nach EN 206:2013+A2:2021 und DS/EN 206 DK NA:2020. Werk Międzyrzecz, gültig bis 31.12.2027. Dokument in englischer Sprache.

    PDF · 1 Seite · 0,04 MB

  • Zertifikat ITB-EPD 561/2023 — Fertigteile aus Normalbeton

    Zertifikat der Umweltproduktdeklaration Typ III, ausgestellt vom polnischen Institut für Bautechnik (ITB) gemäß EN 15804+A2. Ausgestellt am 1. Dezember 2023, 5 Jahre gültig.

    PDF · 1 Seite · 0,2 MB

  • Zertifikat ITB-EPD 562/2023 — Fertigteile aus Blähtonbeton

    Zertifikat der Umweltproduktdeklaration Typ III für Produkte aus Leichtbeton, gemäß EN 15804+A2. Ausgestellt am 1. Dezember 2023, 5 Jahre gültig.

    PDF · 1 Seite · 0,2 MB

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Ratgeber

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