Ratgeber

Anschlussdetails: Wand, Filigrandecke, Ringanker, Balkon

Anschlussdetails: Wand, Filigrandecke, Ringanker, Balkon

Fertigteile verbinden sich untereinander in vier Knotentypen: Wand an Fundament oder an die Decke darunter, Wand an Wand in der vertikalen Fuge, Filigrandecke an Wand über den Ringanker sowie Balkon und Treppe an das Tragwerk über einen Kragplattenanschluss oder eine Konsole. Jeder dieser Knoten hat ein festes Schema: 20 mm Auflager, aus dem Element herausstehende Anschlussbewehrung, Fuge oder Aufbeton auf der Baustelle hergestellt. Im Folgenden beschreiben wir sie in der Montagereihenfolge, zusammen mit der Frage, wer für welchen Schritt zuständig ist.

Aufstellen der Wand

Die Wand steht auf dem Fundament oder auf der Decke des darunterliegenden Geschosses in einem ausgleichenden Mörtelbett. Aus dem Untergrund ragen Startstäbe, die in Öffnungen oder Kanäle in der Unterkante des Elements greifen und mit Vergussmörtel verfüllt werden. Bis zum Betonieren der Anschlüsse halten Montagestützen das Element, die im Boden verankert sind — an den Stellen, an denen die Stützen stehen sollen, dürfen deshalb weder eine Fußbodenheizung noch andere Installationen unter dem Estrich liegen, die dem Bohren im Weg sind. Die Auflagerfläche muss sauber und nivelliert sein; die Höhenlagen prüft man vor dem ersten Element, nicht danach. Die Zeichnung der Auflagerung finden Sie auf der Seite Massivwände im Abschnitt Details.

Wand an Wand: die vertikale Fuge

Die Wandelemente stoßen mit den Seitenkanten aneinander, in denen wir eine Aussparung für die Fuge belassen. Der vertikale Anschluss wird mit Stäben bis Φ12 mm der Klasse B500B nachbewehrt, die Fuge zwischen den Wänden mit Beton C30/37 verfüllt und bündig mit der Ansichtsfläche abgezogen. Das ist der Standardumfang der Montage nach unseren Allgemeinen Montagebedingungen, sofern der Vertrag nichts anderes vorsieht. Für den Oberflächenaufbau wird der Stoß mit einem rissüberbrückenden System vorbereitet: bei Blähtonbeton ein 100 mm breiter Glasvliesstreifen auf dem Stoß und auf der gesamten Wand Tapete oder Vlies, damit das Restschwinden nicht als Riss auf der fertigen Oberfläche erscheint. Mehr dazu im Text über Blähtonbeton.

Filigrandecke auf der Wand: Auflager und Ringanker

Die Filigranplatte lagert 20 mm auf der Wand auf. Aus der Platte ragt die Stützbewehrung, aus der Wand die Ringankerstäbe, und dazwischen wird die Ringankerbewehrung mit U-Bügeln nach Bewehrungsplan eingelegt. Nach dem Verlegen der Platten folgen noch die Bewehrung der Plattenstöße, die untere Zulagebewehrung, die obere Bewehrung, die Unterzüge und die Zulagebewehrung der Öffnungen, und erst danach der Aufbeton, der Ringanker und Decke zu einer Scheibe schließt. Die Platten werden an Haken angehoben, die in den Gitterträgerknoten eingehängt sind, an der Verbindung von Obergurt und Diagonale; ein Haken am Obergurt selbst, zwischen den Knoten, kann die Bewehrung herausreißen. Den Abstand der Montagestützen und die Dauer, für die sie stehen bleiben, haben wir im Text über die Montage der Filigrandecke beschrieben, die Ringankerzeichnung steht auf der Seite Filigrandecken.

Zweischicht- und Sandwichwand: wo der Ringanker sitzt

Bei der Zweischicht- und der Sandwichwand sitzen das Deckenauflager und der Ringanker in der Tragschicht, und die Dämmung läuft außen am Ringanker durch, sodass auf Deckenhöhe keine Wärmebrücke entsteht. Bei der Sandwichwand ist die Vorsatzschicht mit der Tragschicht über Edelstahl- oder Verbundanker verbunden und nimmt keine Lasten aus der Decke auf; ihre Kanten laufen am Ringanker vorbei. Die Zeichnungen des Deckenauflagers für beide Typen stehen auf den Seiten Zweischichtwände und Sandwichwände.

Balkon: der thermisch getrennte Anschluss

Die Balkonplatte lagert 20 mm auf der Wand auf, die Kräfte überträgt jedoch ein thermisch getrennter Anschluss vom Typ Isokorb, der in der Platte eingebaut ist: Seine Stäbe greifen in den Ringanker der Decke, und der Dämmkörper unterbricht die Wärmebrücke. Die Stützbewehrung in der Decke wird auf den Anschlusstyp abgestimmt, nicht umgekehrt — deshalb fällt die Wahl des Anschlusstyps in der Werkplanung, zusammen mit Auskragung und Plattendicke. Die Befestigungszeichnung steht auf der Seite Balkone.

Treppen: Auflager auf der Konsole

Der Treppenlauf lagert auf einer Konsole in der Decke oder im Podest auf, nach Auflagerzeichnung. Konsole und Auflager sind in der Werkplanung bemaßt, und der Lauf kommt mit fertigen Auflagerkanten an, sodass auf der Baustelle das Ausrichten und das Mörtelbett bleiben. Die Zeichnung steht auf der Seite Treppen.

Wer was macht

Im Standardumfang der Montage führt Formee die Nachbewehrung der vertikalen Wandanschlüsse und die Montagefugen zwischen den Wänden aus und liefert und montiert die Montagestützen. Ortbetonarbeiten außerhalb des Fertigteilbaus, also das Betonieren tragender Ortbetonbauteile, nass vergossener Stützen und Träger, von Wänden, Kernen und Ortbetonringankern, liegen beim Ausführenden, sofern der Vertrag sie nicht gesondert erfasst. Der Aufbeton der Filigrandecke, die Bewehrung der Ringanker und der Plattenstöße werden nach der Dokumentation und dem vertraglich vereinbarten Umfang ausgeführt. Diese Abgrenzung ist in den Allgemeinen Montagebedingungen festgehalten, die auf der Seite Angebot zum Download bereitstehen.

Was vor der Produktion entschieden wird

Alle beschriebenen Details werden auf der Stufe der Werkstattzeichnungen in Tekla Structures festgelegt: Auflagerlängen, herausstehende Stäbe, Fugenaussparungen, Einbauteile und Anschlüsse. Ein Element, das mit einem falschen Detail produziert wurde, lässt sich auf der Baustelle nicht korrigieren — deshalb ist die Freigabe der Werkstattzeichnungen der einzige Moment, in dem sich die Anschlüsse noch ändern lassen. Für die Kalkulation genügen Grundrisse und Schnitte; die Details entstehen nach der Bestellung, zusammen mit der Elementgeometrie.

Prefabrykowana ściana masywna z zatopionymi puszkami elektrycznymi, gotowa do montażu
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